Ein spezieller Messkopf sorgt dafür, dass der Rundlauf des Kommutators präzise ermittelt wird. Die Schlagfreiheit, der Langschlag oder auch der weitaus gefährlichere Kurzschlag werden dokumentiert und grafisch dargestellt.
Erkennt man bei dieser Prüfung einen Mangel an der Kommutatoroberfläche, kann bei Bedarf der Kommutator überarbeitet werden. Bei der Wartung wird der Kommutator überdreht oder geschliffen,
der Glimmerbelag ausgefräst. Auf diese Weise kann der Kommutator wieder neuwertig hergerichtet werden, wenn genug Kommutatorbelag zur Bearbeitung vorhanden ist. Das minimiert den Bürstenverschleiß und das Bürstenfeuer.
Der Stillstand, der eventuell für die Wartung und Instandhaltung erforderlich ist, kann somit optimal geplant werden und erfolgt nicht zum unpassendsten Zeitpunkt.
Darüber hinaus können bei dieser Prüfung auch Anlagen- oder Steuerungsfehler erkannt werden. Es ist z.B. möglich, dass ein Strom durch den Kommutator und die Läuferwicklung fließt, ohne dass sich der
Läufer dreht. Dabei kommt es mit der Zeit zu Ausbrennungen auf der Oberfläche des Kommutators. Diese werden im Betrieb durch die Bürsten mehr oder weniger glatt geschliffen, aber nach und nach fangen die Bürsten wegen der Unrundheit an zu feuern. Langfristig ist es dann sinnvoll, dieser Veränderung auf den Grund zu gehen, um die Anlage nicht ständig überholen zu müssen oder einen Ausfall zu riskieren.