Die Isolationswiderstandsmessung gibt Aufschluss über die Isolationsfestigkeit von elektrischen Wicklungen und Kommutatoren.
Dabei wird Gleichstrom eingesetzt, um den Widerstand der Isolation gegen das Erdpotential zu messen. Ähnlich der Tangens Delta Messung wird die Ableitfähigkeit der Isolation untersucht, bzw. das Widerstandsvermögen der Isolation gegen einen Ableitstrom.
Die Messung dauert nach VDE-Norm genau 60 Sekunden, um vergleichbare Resultate zu erzielen. Die Wicklung, die Isolation und das Gehäuse bilden dabei einen Kondensator, der aufgeladen wird. Die Höhe der Ladespannung nach der Messdauer zeigt die Hähe des Isolationswiderstandes an. Gemäß geltenden Vorschriften sollte im Bereich der Industrie eine Grenze von 1.000 Ω je 1 V Bemessungs- bzw. Isolationsspannung bei 75°C Wicklungstemperatur nicht unterschritten werden.
Wenn die absolute Höhe des Isolationswertes zu niedrig ist, kann dies ein Indikator für Verschmutzung sein. Staub, Feuchtigkeit und andere Verunreinigungen können den Messstrom zur Erde ableiten und der o.a. Kondensator - gebildet aus Gehäuse, Wicklung und Isolation als Dielektrikum - kann sich nicht aufladen. In der Praxis sind Isolationswerte im hohen Gigaohmbereich (1.000.000.000 Ω) keine Seltenheit.